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Jess

13.03.2022


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Hochzeitspaar vor dem Standesamt . Die Braut wird als entscheidungsunfähig dargestellt. Aber der Bräutigam beruhigt sie, sagt ihr was zu tun sei, und aus heiterem Himmel, und etwas dümmlich anmutend, entscheidet sie: "jess". Ist das das Bild der Frauen unserer Gesellschaft???


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Entscheidung:

Der Österreichische Werberat sieht im Falle der beanstandeten Werbemaßnahme zu yesss! (TV-Spot) des Mobilfunk-Diskonters keinen Grund zum Einschreiten.

Begründung:

Die Mehrheit der Werberäte und Werberätinnen sprechen sich beim TV-Spot von yesss! für keinen Grund zum Einschreiten aus.

Im Werbespot werden Braut und Bräutigam beim Standesamt gezeigt. Nach Äußerung der Frau, dass sie sich gestresst fühlt, wird sie vom Mann beruhigt woraufhin Sie schließlich „yesss!“ in Richtung des Standesbeamten ruft.

Eine Verletzung des Ethik-Kodex der Werbewirtschaft wird nicht erkannt, da sich die Gestaltung einer harmlosen Art und Szenerie bedient und die humorvolle Überzeichnung klar zur Geltung kommt. Die Marke yesss! steht im Spot im Vordergrund und erzeugt durch die Platzierung in einem Hochzeitssetting ein kreatives Wortspiel.

Eine verächtlich/diskriminierende Darstellung der Frau kann daraus nicht geschlossen werden.

Hinweis: Es ist jedoch anzumerken, dass ein nicht unerheblicher Teil der Werberätinnen und Werberäte empfehlen, in Zukunft bei der Gestaltung von Werbemaßnahmen sensibler vorzugehen. Werbung soll die Gleichwertigkeit der Geschlechter wahren und Personen dabei als gleichwertig betrachten und behandeln.


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