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Sky-Werbung auf TLC-Austria 23.1., 21:50 Uhr

24.01.2022


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Bühnenbild: Waschsalon Die Wäsche ist schon in der Trommel. Der weiße Hund (Marke Spitz?) springt auch rein. Ein Mann schließt die Waschmaschinentür (da wirds schon gruselig- weil eine automatische Reaktion des Menschen sein sollte, den Hund sofort aus der Waschmaschine rauszunehmen) Eine Frau schaut zu Der Mann setzt an zum Starten der Waschmaschine. Stimme: "Halt, drücken Sie den richtigen Knopf - Sky" Diese Werbung hat mir suggeriert, wenn ich nicht den Sky-Knopf drücke, bin ich die Mörderin des Hundes. Fühle mich genötigt. Die Werbung verharmlost außerdem die Gefahr für ein Haustier, wenn es in die Waschmaschine springt.


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Entscheidung:
Der Österreichische Werberat spricht im Falle der beanstandeten Werbemaßnahme (TV-Spot) der Firma Sky Österreich die Aufforderung in Zukunft bei der Gestaltung von Werbemaßnahmen oder einzelnen Sujets sensibler vorzugehen aus.

Begründung:
Die Mehrheit der Werberäte und Werberätinnen sieht im Hinblick auf den beanstandeten TVSpot den Ethik-Kodex der Werbewirtschaft, vor allem des Artikels 1.1 „Allgemeine Werbegrundsätze“ und 1.3 „Gewalt“ nicht ausreichend sensibel umgesetzt. Der beanstandete TV-Spot von Sky behandelt eine Szene im Waschsalon, wo eine junge Frau, begleitet von ihrem Hund, ihre Wäsche in die Maschine gibt. Auf der Suche nach Kleingeld und abgelenkt von der Behilflichkeit eines jungen Herrn, springt der Hund vor dem Schließen der Türe, in die Waschmaschine. Obwohl die Situation mit dem Slogan „Drück lieber den richtigen Knopf.“ noch vor dem Einschalten der Waschmaschine aufgelöst wird und in der nächsten Szene das Pärchen mit Hund auf der Couch vorzufinden ist, wird für eine Sensibilisierung plädiert. Es besteht vor allem die Gefahr zur Nachahmung bei Kindern aufgrund fehlendem Werbeverständnis. Es sollte deshalb mit der Darstellung von potenziellen Gefahrensituationen, das gilt ebenfalls für Tiere, besonders sensibel und vor allem verantwortungsvoll umgegangen werden. Der Ethik-Kodex wird im Detail wie folgt nicht sensibel genug angewandt: 

Artikel 1.1. „Allgemeine Werbegrundsätze“

1.1.1. Werbung soll vom Grundsatz sozialer Verantwortung geprägt sein, insbesondere gegenüber Kindern und Jugendlichen vor dem vollendeten 18. Lebensjahr.
1.1.7. Werbung darf nicht durch anlehnende und nachahmende Darstellungen irreführen.
Artikel 1.3 „Gewalt“:
1.3.1. Werbung darf keine gewalttätigen Darstellungen beinhalten.
e) Die Darstellung von Gewalt auch gegen Tiere sowie Vandalismus als inhaltlicher oder stilistischer Bestandteil werblicher Botschaften ist zu unterlassen.


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