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Guttomat

07.04.2021


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Guten Morgen! Ich übermittle in der Anlage eine unpassende Werbung zur Kenntnis. Meiner Meinung ist im Jahre 2021 die Darstellung einer hübschen Frau in Verbindung mit den Worten „geile Tore tragen unser Zeichen“ als Werbung für Garagentore sehr unpassend!


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Entscheidung:
Der Österreichische Werberat spricht im Falle der beanstandeten Werbemaßnahme (Plakat/Citylight) der Firma Guttomat die Aufforderung in Zukunft bei der Gestaltung von Werbemaßnahmen sensibler vorzugehen aus.


Begründung:

Das beanstandete Sujet bildet eine Dame ab, die vor einem roten Oldtimer auf dem Boden einer Garage sitzt. Zudem wird mit der Textierung „Egal was auch immer dahinter steckt. Geile Tore tragen unser Zeichen.“ geworben. Die Mehrheit der Werberäte und Werberätinnen spricht sich für die Aufforderung in Zukunft bei der Gestaltung von Werbemaßnahmen sensibler vorzugehen aus. Kritisiert wird dabei vor allem die Tatsache, dass die Protagonistin, die roten Lippenstift trägt und ihre Lippen zu einem Kussmund formt, lediglich als Blickfang eingesetzt wird. Die Werberäte und Werberätinnen geben zu bedenken, dass es sich vor allem aufgrund der Kombination aus der Art der Darstellung der Protagonistin und der Verwendung des Wortes „geil“ um eine sexualisierte Darstellungsweise, ohne inhaltlichen Zusammenhang zum beworbenen Produkt, handelt.

Die Mehrheit der Werberäte und Werberätinnen ist der Auffassung, dass die beanstandete Werbemaßnahme hinsichtlich des Ethik-Kodex der Werbewirtschaft, konkret Artikel 2.1. Geschlechterdiskriminierende Werbung und 1.1. Allgemeine Werbegrundsätze nicht sensibel genug gestaltet wurde:

2.1. Geschlechterdiskriminierende Werbung
Geschlechterdiskriminierende Werbung (sexistische Werbung) liegt insbesondere vor, wenn


2.1.6. sexualisierte Darstellungsweisen ohne direkten inhaltlichen Zusammenhang zum beworbenen Produkt verwendet werden. Wesentlich ist dabei die Betrachtung im Gesamtkontext.
2.1.3. die Gleichwertigkeit der Geschlechter in Frage gestellt wird.

2.1.1. Werbung darf nicht aufgrund des Geschlechts diskriminieren. Wesentlich dabei ist die Betrachtung der Werbemaßnahme im Gesamtkontext. Zu berücksichtigen sind insbesondere die verwendete Bild-Text-Sprache, Darstellungsweise (Ästhetik, künstlerische Gestaltungselemente), Zielgruppenausrichtung und damit einhergehend, in welchem Umfeld die Werbemaßnahme platziert ist.


1.1. Allgemeine Werbegrundsätze


1.1.5. Werbung darf nicht die Würde des Menschen verletzen, insbesondere durch entwürdigende oder diskriminierende Darstellungen.


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