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Schleichwerbung bei Influencer

10.03.2021


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Sehr geehrtes Werberat Team! Wie viele andere Menschen auch, folge ich so einige Influencer auf Instagram. Viele üben ihre Tätigkeit höchstprofessional aus, während andere den Schein ihrer Professionalität wahren wollen, in Realität aber täglich und konstant Schleichwerbung betreiben. Den Hauptgrund sehe ich darin, dass sie nicht zu viel Werbung posten wollen aber es trotzdem tun. Komplett unlogisch in meinen Augen, aber ok. Wenn sie darauf angesprochen werden, dann kommen sie meistens mit Ausreden, z.B. bei Einladungen/Gratisprodukten "ich unterstütze dieses Unternehmen auch privat" (aber trotzdem wird fleissig dafür am öffentlichen Influenceraccount geworben?), "ich habe das vor einiger Zeit schon als Werbung gekennzeichnet" oder "ich habe diese Produkte unbeauftragt und ohne zusätzlichen Konditionen bekommen" (und wieder wird dafür fleissig geworben, obwohl sie anscheinend nicht darum gebeten wurden. Warum dann?). Ich denke viele haben ihre eigenen Regeln geschaffen und kennzeichnen Zusammenarbeit mit Unternehmen nur dann als Werbung, wenn sie dafür auch Geld bekommen. Alle anderen Zusendungen, Einladungen, Goodies, Geschenke etc. bekommen wir dann als Schleichwerbung präsentiert - mit Verlinkung zum Unternehmen natürlich. Mir als Konsument geht es darum, dass ich Werbung gerne klar und deutlich als Werbung sehe. Das gilt für alle Medien aber im social media Bereich schlittert eine Influencerin nach der anderen in eine Grauzone, wo sie nur einige Produkte als Werbung bezeichnet, in Realität ist aber fast jedes einzelne Storybild und Instagram post reine Werbung, die SEHR oft nicht als solche gekennzeichnet wird. Sie merken schon, dass mich das überdurchschnittlich viel stört. Wie jedes andere Unternehmen muss man Werbung kennzeichnen (oder die meisten dürfen Geschenke und dergleichen aus Ethikgründen ja auch gar nicht annehmen) und somit frage ich mich, warum Unternehmen in den sozialen Medien ihre eigenen Regeln aufstellen und ihre Publikum mit Werbung und meistens Schleichwerbung zupflastern. Ich finde, Wiederholungstäter sollten auf jeden Fall zur Rechenschaft gezogen werden. In Norwegen müssen Influencer z.B. Bussgeld für manglende Werbung zahlen: https://www.nrk.no/rogaland/_mamma-til-michelle_-far-100.000-kroner-i-bot-1.14182277   Im Anhang finden Sie einige Beispiele einer kleinen Auswahl an Screenshots von zwei Influencerinnen, innerhalb von ca. vier Wochen. Wie sie sehen können wird selbst vor schamloser Eigenwerbung oder ihre Kinder als Werbeobjekte kein Abstand genommen. Ich hoffe, sie können uns Konsumenten bei der Klarstellung der Irreführung dieser Unternehmen unterstützen. Mit freundlichen Grüssen


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Die eingebrachte Beschwerde fällt nicht in den Kompetenzbereich des Österreichischen Werberates. Der/die Beschwerdeführer/in wurde davon in Kenntnis gesetzt und informiert, welche Institutionen sich der Angelegenheit möglicherweise annehmen. Der Beschwerdefall ist hiermit abgeschlossen.


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