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Beschwerde für Werbung "Sodastream"

12.08.2020


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Sehr geehrte Damen und Herren! Diese aggressive Werbung bezgl "Sodastream", ausgeführt durch dieses (dargestellte) unsympathische Kind, hört man fast jede Stunde, ich bekomme nun leider schon nächtens diese Stimme zu hören..! Auch wenn der Generationskonflikt hier mit einem Kind - wahrscheinlich mit Migrationshintergrund (auch der Vater) - in dieser Werbung zum Ausdruck gebracht werden sollte, kommt leider viel mehr Aggressivität durch, als nötig! Das Thema (Problem) mit den Plastikflaschen finde ich wichtig und gut, endlich etwas gemacht im TV- aber das Kind kommt derart unsympathisch und aggressiv rüber, dass dies einfach nicht hilfreich ist. Diese Werbung könnte witziger, freundlicher, den Generationsunterschied auf die freundliche Schippe nehmend, gemacht werden und trotzdem diese Problematik mit den Plastikflaschen gut aufzeigen, aber doch nicht derart aggressiv! Bitte könnten Sie da bei Sodastream so rasch wie möglich einwirken, dass eine "freundlichere, angenehmere, lustigere" Variante gemacht werden könnte. Kinder merken sich das doch und entwickeln diese Aggression auch oft weiter! Kinder mit Migrationshintergrund haben sowieso schon andere Kulturen und Verhaltensweisen, die sie von daheim mitbekommen und manchmal mit sowieso schon viel mehr Emotionalität, als wir gewohnt sind. Und dann wird das nochmals durch diesen Spot, so, wie er dzt ist, weitergetragen! Ich bin ja schon glücklich, dass Herr Niki Lauda mit seinem "Ich hab nichts zu verschenken"!-Slogan nicht mehr zu sehen ist, das einem angesichts des Millionärs oder Milliardärs jedesmal die Röte ins Gesicht getrieben hat bei diesem Spot. Oder "geiz ist geil", sowas von daneben als Werbung! Und das in einer Zeit, wo man nur spenden, spenden und wieder spenden kann, um anderen zu helfen! Bitte greifen Sie meine Anregung so bald wie möglich auf. Kinder richten sich nach der Werbung, daher sollte sie so positiv wie nur möglich sein, auch mit Bildungsauftrag!


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Entscheidung:
Der Österreichische Werberat sieht im Falle der beanstandeten Werbemaßnahme (TV) der Firma SodaStream keinen Grund zum Einschreiten.

Begründung:
Das beanstandete Sujet zeigt eine typische Familiensituation, in der die Tochter ihren Vater etwas harsch darauf hinweist, dass Plastikflaschen schlecht für die Umwelt seien und er deshalb stattdessen auf mit SodaStream gesprudeltes Leitungswasser zurückgreifen solle.

Der Vorhalt, dass es sich hierbei um ein unangemessenes, aggressives Verhalten des Kindes gegenüber ihren Eltern handelt, kann von der Mehrheit der Werberäte und Werberätinnen nicht nachvollzogen werden. Vielmehr geben die Werberäte und Werberätinnen zu bedenken, dass das Mädchen ihre Eltern hiermit mit Nachdruck auf ein wichtiges Thema aufmerksam macht. Der Großteil der Werberäte und Werberätinnen betrachtet die beanstandete Werbemaßnahme deshalb als unproblematisch und spricht sich für keinen Grund zum Einschreiten aus.

 


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