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Werbesendung Sodastream

13.08.2020


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Betreff: Kritik an einer Werbesendung orf-angebot: ORF-Fernsehen Beitragstitel: Werbung gegen Plastikflaschen Datum: täglich einige Male nachricht: Seit mehreren Wochen wird im Fernsehen eine Werbung gesendet, in der es um die Vermeidung von Plastikflaschen geht. In dieser Werbesendung spricht ein Kind in einer Art und Weise mit seinem Vater, die völlig respektlos ist. Ich kann mir den Ton dieses Kindes einfach nicht anhören und schalte regelmäßig mein Fernsehgerät ab, wenn diese Werbung beginnt. Und nicht nur mir geht es so - ich kenne mehrere Leute, die sich davon abgestoßen fühlen. Ich würde Sie bitten, sich diesen Monolog einmal mit Kinderohren anzuhören. Was sollen unsere Kinder daraus lernen? Dass es ganz okay ist, einen solchen Ton anzuschlagen? Niemals würden Sie eine Werbung senden, in der Erwachsene so mit Kindern reden - von Erwachsenen fordert man einen respektvollen Umgang mit Kindern. Zu Recht! Aber auch umgekehrt muss es so sein. Diese Werbung wird mehrmals täglich zu Zeiten gesendet, in denen noch viele Kinder vor den Fernsehgeräten sitzen - und wir alle wissen, wie leicht Kinder beeinflussbar sind. Mein Vorschlag: diese Werbung neu zu synchronisieren - mit Worten und in einem Umgangston, die und den wir uns für unsere Kinder im Alltag wünschen. Mit Dank für die Kenntnisnahme und freundlichen Grüßen, Marlene Walter


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Entscheidung:
Der Österreichische Werberat sieht im Falle der beanstandeten Werbemaßnahme (TV) der Firma SodaStream keinen Grund zum Einschreiten.

Begründung:
Das beanstandete Sujet zeigt eine typische Familiensituation, in der die Tochter ihren Vater etwas harsch darauf hinweist, dass Plastikflaschen schlecht für die Umwelt seien und er deshalb stattdessen auf mit SodaStream gesprudeltes Leitungswasser zurückgreifen solle.

Der Vorhalt, dass es sich hierbei um ein unangemessenes, aggressives Verhalten des Kindes gegenüber ihren Eltern handelt, kann von der Mehrheit der Werberäte und Werberätinnen nicht nachvollzogen werden. Vielmehr geben die Werberäte und Werberätinnen zu bedenken, dass das Mädchen ihre Eltern hiermit mit Nachdruck auf ein wichtiges Thema aufmerksam macht. Der Großteil der Werberäte und Werberätinnen betrachtet die beanstandete Werbemaßnahme deshalb als unproblematisch und spricht sich für keinen Grund zum Einschreiten aus.

 


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