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H.-Werbung fair zum Bauern fair zum Tier

19.08.2019


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Die allgegenwärtige Werbung des Discounters H./A. spricht von Fairness zum Tier. Es KANN jedoch kein Huhn um drei Euro gezüchtet werden, und schon gar nicht fair. Die Tiere werden so schnell hochgemästet, dass der Knochenbau nicht nachkommt und das Tier bei der Schlachtung ein Trümmerhaufen ist, weil eben die Knochen gebrochen sind. Andere Tiere, wie insbesondere Schweine werden vergewaltigt (besamt), kommen zum geplanten Zeitpunkt die Ferkel nicht zur Welt, werden sie aus dem Bauch herausgeschnitten. Die Muttersau liegt in der Wurfbox und kann sich nicht rühren. Sie kann sich nicht umdrehen und steht überschwer auf ihren geschwächten Beinen. Die Beine können mangels Bewegung keine Muskeln aufbauen und das kurze Leben der Zuchtsau ist eine einzige Qual. Davon abgesehen steht sie auf Vollspaltenböden bzw in ihren eigenen Fäkalien. Die Sau wäre ein sehr sauberes Tier, würde man ihr Platz lassen. Rinder werden verstümmelt (enthornt), besamt, das Kalb wird weggenommen um die Milch zu rauben etc. Das männlche Kalb ist "Abfall" und wird entsorgt. Mutterkühe weinen tagelang um ihr Baby. Am Ende steht für alle Tiere nach kurzem Leben ein Transport bei Hitze oder Kälter unter Angst zum Schlachthaus im In- und Ausland. Dort werden sie mit Gewalt getötet. Das hat nichts, aber auch gar nichts mit Fairness zu tun und widerspricht in jeder Phase des Tierlebens der Ethik des 21. Jahrhunderts. Die Hofer-Werbung "Fair zum Tier" ist Irreführend, Ethisch verwerflich und Unwahr. Vermutlich kommt nicht einmal ein halbes Prozent des Fleisches aus der Haltung laut Werbung und wenn, dann ganz sicher nicht zum H.-Preis.


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Die eingebrachten Beschwerden können aufgrund der angeführten Punkte in der Beschwerdeausführung nicht von einem System des ÖWR geprüft werden kann.

Der Österreichische Werberat weist darauf hin, dass die Bewerbung von Fleisch als Lebensmittel zulässig ist. Auch ist die Werbemaßnahme nicht per se unrichtig und irreführend. Sie wird durch die dahinterstehende Information auf der Homepage des Unternehmens nachvollziehbar dargestellt. Ob die Angaben unrichtig sind, fällt nicht in den Kompetenzbereich des Österreichischen Werberates und können nicht überprüft werden.
Darüber hinaus haben wir uns im Sinne unserer Sprachrohrfunktion mit dem betroffenen Unternehmen in Verbindung gesetzt und den Beschwerdeführer/innen die offizielle Stellungnahme des Unternehmens zugesandt.
Der Beschwerdefall ist seitens des ÖWR abgeschlossen.


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