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Frau als Produkt

23.02.2022


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Aufgenommen am Freitag den 18.02.2022 bei der Apotheke am Bahnhof Tullnerfeld. Man sieht das Gesicht einer vermeintlich makellosen Frau, das von den Händen eines alten weißen Mannes gehalten wird. Es inszeniert die Frau als Produkt. Ein Produkt über das der Mann frei verfügen und es nach belieben zu Schau stellen kann. Und es symbolisiert, dass nur vermeintlich makellose Frauen es Wert sind hergezeigt zu werden bzw. gesehen zu werden. Bei dem Gedanken, das meine Tochter bzw. andere Mädchen und Frauen dieses Bild sehen und was das mit ihnen (unbewusst) machen könnte wird mir wird mir regelrecht Übel. Ich konnte es nicht glauben, dass so etwas von der Gesellschaft und dem Staat scheinbar geduldet wird. Von mir jedenfalls nicht. Ich bitte Sie einzuschreiten. Freundliche Grüße.


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Entscheidung:
Der Österreichische Werberat sieht im Falle der beanstandeten Werbemaßnahme von LaRoche keinen Grund zum Einschreiten.

Begründung:
Die klare Mehrheit der Werberäte und Werberätinnen sprechen sich beim Sujet von La Roche für keinen Grund zum Einschreiten aus.

Das beanstandete Sujet des Kosmetikherstellers La Roche bildet ein makelloses Frauengesicht in den Händen einer Person ab. Aufgrund der weißen Ärmel wird suggeriert, dass es sich hier vermutlich um einen Experten oder eine Expertin (z.B. aus der Dermatologie oder der Forschung) handelt.

Es kann kein Verstoß gegen den Ethik Kodex der Werbewirtschaft festgestellt werden, da Inszenierung und Gestik des Werbesujets, auf eine medizinisch fundierte Kosmetiklinie schließen lassen, welche auch in Apotheken beworben wird. Zudem lässt sich ein Produktzusammenhang herstellen, welcher assoziiert, dass eine irritationsfreie Haut mit den Produkten von La Roche begünstigt werden kann.


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