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EWE Werbesujet in PROFIL Nr.31

04.08.2021


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Mir ist eben angesichts Ihres aktuellen Werbesujets (siehe Anlage, PROFIL Nr.31, 52 Jg, 01.08.21) das Frühstück im Hals stecken geblieben.

Wir befinden uns im Jahre 2021. Diese Werbung bedient nicht nur ein stereotypes Frauenbild und unterstützt eine klischeehaft weibliche Sozialisation von Mädchen ("Die Küche für morgen" - "Dein Leben morgen" ??), sondern zeigt auch - lange Beine, hochgerutschtes Kleidchen, lange, wehende Haare - eine unangemessene Sexualisierung des abgebildeten Kindes.

Der österreichische Werberat schreibt in seinem Ethik-Kodex "Kinder dürfen nicht in erotisierender (...) Weise dargestellt werden".

Da Ihre Werbung zudem weder der Verkaufsförderung von Kinderkleidung noch von Kinderspielzeug dienen soll, erscheint mir diese Darstellung noch einmal mehr unangemessen.
Im Mitteleuropa des 21.Jahrhunderts würde ich mir einen sensibleren Umgang mit Geschlechterstereotypen und dem Umgang mit dem Lolita-Effekt erwarten.
Ich fühle mich von dieser Abbildung in die 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts versetzt - damals hat man wenigstens davon Abstand genommen, Kinder auf diese Weise darzustellen.

Mit freundlichen Grüßen


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Die eingebrachte Beschwerde wurde als offensichtlich unbegründet abgewiesen. Demnach stellt der ÖWR die Beschwerde ohne weiteres Verfahren ein (siehe auch Verfahrensordnung Artikel 9 (1), www.werberat.at/verfahrensordnung.aspx) .

Die Prüfung wurde von einem „Kleinen Senat“ (Artikel 9 (2)) durchgeführt und erfolgte auf Basis des Ethik-Kodex der Österreichischen Werbewirtschaft. Der/die Beschwerdeführer/in wurde davon in Kenntnis gesetzt


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