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DerStandard-App

18.10.2019


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Guten Tag! Die hier hochgeladenen Screenshots zeigen eine Werbung der App "DerStandard.at". Sie wurde am 18.10.19 um 22.45 gezeigt. Bild und Text sind äußerst sexistisch und in der Manier eines Eintrags in der App gehalten. Erstens ist also die vermeintliche Seriösität dieses "Artikels" erst dann aufgelöst, wenn das kleingedruckte "Werbung" gelesen wird, oder der "Artikel" angeklickt wird. Stören tut nicht nur der Inhalt der Werbung an sich, sondern die Aufmachung als Artikel. Dabei wird suggeriert, dass dies eine realistische Annahme sei. Als ob es neue statistische Daten dazu gibt, dass österreichische Studentinnen immer häufiger Sex zu dritt und vor allem mit fremden Männern haben wollen. Das ist Rape Culture per Definition und eigentlich sollte ein Medium wie DerStandard solche Werbungen nicht schalten.


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Entscheidung:
Der Österreichische Werberat sieht im Falle der beanstandeten Werbemaßnahme (Handy) des Datingportals Casual Lounge keinen Grund zum Einschreiten.

Begründung:
Das beanstandete Sujet zeigt neben der Aufschrift „Lust auf eine aufregende Nacht zu dritt? Warum österreichische Studentinnen erotische Abenteuer mit fremden Männern bevorzugen. Und das immer häufiger zu dritt“ zwei Protagonistinnen, die selbstbewusst und fröhlich lachend abgebildet sind. Die Darstellerinnen sind weder besonders freizügig gekleidet, noch werden sie auf ihre Geschlechtsmerkmale reduziert. Aus der Textpassage geht hervor, dass weibliche Studentinnen häufiger, im Sinne von vermehrt, Dates zu dritt mit unbekannten Männern bevorzugen, nicht jedoch, dass dies ausschließlich der Fall wäre. Die absolute Mehrheit der Werberäte und Werberätinnen betrachtet die Werbemaßnahme deshalb als unproblematisch und spricht sich für keinen Grund zum Einschreiten aus.


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