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1. Grundsätzliche Verhaltensregeln

Präambel

Definition von Gewalt
(laut Weltbericht Gewalt und Gesundheit – Definition der Weltgesundheitsorganisation)

Unter Gewalt wird in diesem Zusammenhang der absichtliche und tatsächliche Gebrauch oder die Androhung von körperlichem Zwang oder physischer Macht gegen die eigene oder eine andere Person, oder gegen eine Gruppe/Gemeinschaft verstanden, der entweder konkret oder mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Tod, Verletzungen, psychischen Schäden, Fehlentwicklung oder Deprivation führt.

In unserer Gesellschaft ist ein deutlicher Trend zur Gewaltbereitschaft und zu Gewalttätigkeiten erkennbar. Diese Entwicklung, die eine Vielzahl von Wurzeln hat, ist weder aus ethisch-moralischen noch aus volkswirtschaftlichen Gründen zu billigen. Jedes Mittel, das mithilft, diesen Trend zu stoppen bzw. abzuschwächen, wird begrüßt. Werbung ist aufgrund ihrer sozialen Verantwortung aufgerufen, Gewalt darstellende und Gewalt fördernde Aussagen und Inhalte zu vermeiden.
 

1.
Werbung darf sich keiner gewalttätigen Darstellungen bedienen.
 
1.1.
Werbung darf sich keiner gewalttätigen, Gewalt verharmlosenden, Gewalt ästhetisierenden oder Gewalt verherrlichenden Inhalte bedienen.
1.2.
Es dürfen keine Darstellungen und Aussagen erfolgen, die brutales, aggressives, asoziales oder gewalttätiges Verhalten abbilden oder zu solchen Verhaltensweisen ermutigen, diese fördern oder stillschweigend dulden, unabhängig von der Umsetzung (z. B.  in der Form von Animation, Comic usw.).

1.3.   Neben der physischen Gewalt darf Werbung auch nicht die Darstellung psychischer und 
         sexualisierterGewalt beinhalten. Auch heftige, aggressive Beschimpfungen sind unzulässig.   

1.4    Die Darstellung von Gewalt auch gegen Tiere sowie Vandalismus als inhaltlicher oder stilistischer 
         Bestandteil werblicher Botschaften ist zu unterlassen.

1.5.   Werbung darf weder Angst noch Furcht erzeugen. Angst- und Furchterregende Darstellungen und 
         Aussagen dürfen nur dann erfolgen, wenn sie zu einem klugen, vernünftigen, rechtskonformen und 
         sicheren Verhalten animieren. Dabei ist jedoch zu beachten, dass Furcht- und Angsterregende 
         Darstellungen in einem angemessenen Verhältnis zu der jeweiligen realen Gefährdung zu stehen 
         haben.

1.6.   Werbung darf keine Inhalte transportieren, die zwar vordergründig nicht gewalttätig erscheinen, im 
         Gesamtzusammenhang aber als gewalttätig zu beurteilen sind.

1.7.   Bei der Bewerbung von Waffen muss darauf geachtet werden, dass der besonderen Gefahr, die bei 
         deren Verwendung ausgeht, unbedingt Rechnung getragen wird.



 

 

 

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