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Werbespot für vuigas.at

14.04.2017


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Aktuell wird auf YouTube immer wieder ein Werbespot für vuigas.at gezeigt. Beworben wird darin ein neues Produkt mit welchem man Bier inhalieren kann und der „Rausch nur einen Knopfdruck entfernt ist“ beziehungsweise mit welchem man „in 3 Sekunden garantiert vui fett“ wird. Der Werbespot findet sich zum Nachsehen auch unter: https://www.youtube.com/watch?v=ca1HrJ18it4 Das Sujet des Werbespots kann bereits als mehr als Grenzwertig eingestuft werden, geht es darin schließlich auch nicht um einen maßvollen Genuss von Alkohol, sondern rein nur darum so schnell wie möglich in einen Rauschzustand zu kommen. Auf Hinweise bezüglich des verantwortungsvollen Konsums und der gesundheitlichen Gefahren wurde daher auch gleich verzichtet. Noch bedenklicher finde ich allerdings, dass der Werbespot in dieser Form auch Jugendlichen und Kindern gezeigt wird. Zum Zeitpunkt als ich diesen Werbespot von YouTube gezeigt bekam war ich weder auf YouTube mit einem Account angemeldet, noch gab es eine andere Möglichkeit festzustellen wer vor dem Bildschirm sitzt beziehungsweise wie alt diese Person ist. Da die Videos in deren Zusammenhang der Werbespot angezeigt wurde jugendfrei sind, beziehungsweise mit Themen zu tun haben die sich auch ein Kind durchaus ansehen würde, liegt der Verdacht nahe, dass auch Kinder und Jugendlichen zur geplanten Zielgruppe des Werbespots zählen könnten. Es wurden jedenfalls ganz offensichtlich keinerlei Maßnahmen unternommen um die Werbung von Ihnen fernzuhalten, beziehungsweise nur auf eine altersgerechte Zielgruppe zu beschränken. Laut dem Impressum der dazugehörigen Webseite (http://vuigas.at/impressum.html) dürfte dieser Werbekampagne von der „Gesellschaft für Öffentlichkeitsarbeit der österreichischen Brauwirtschaft“ aus betrieben werden. In diesem Zusammenhang hätte ich mir von dieser Institution doch einen etwas verantwortungsvolleren Umgang mit diesem Thema gewünscht, da hier eindeutig falsche Werte beworben werden. Die Werbebotschaft das man „in 3 Sekunden garantiert vui fett“ wird würde ich definitiv als eine Aufforderung zu einem „übermäßigen oder missbräuchlichen Alkoholkonsum“ werten und stellt daher auch einen Verstoß gegen ihre Verhaltensregeln im Umgang mit Suchtmitteln dar. Da diese Aussagen, die einen Suchtmittelkonsum bis in gesundheitlich stark bedenkliche Bereiche bewerben, über YouTube ohne Einschränkungen auch an Minderjährige verbreitet werden, würde ich diese Werbekampagne aus persönlicher Sicht allgemein als jugendgefährdend einstufen.


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Laut offizieller APA-Presseaussendung der Gesellschaft für Öffentlichkeitsarbeit der österreichischen Brauwirtschaft  handelt es sich bei dieser Kampagne um eine mehrstufige Awareness-Aktion. Nach einer ersten Fake-Phase mit dem frei erfundenen Bierinhalator, folgt nun die Aufklärungsphase.
Die Fake-Kampagne, auf die sich die Beschwerde bezog, ist somit abgeschlossen und wird nun mit der zweiten Stufe in Richtung verantwortungsbewussten Umgang mit dem Genussmittel Bier gelenkt. Der/die Beschwerdeführer/in wurde davon in Kenntnis gesetzt.


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