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Installateure in Graz

17.03.2017


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Schönen guten Tag,

diese Werbung lässt mich rätseln... Hm, ... Was soll ich jetzt sehen wollen?


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Entscheidung:

Der Österreichische Werberat spricht im Falle der beanstandeten Werbemaßnahmen „Installateure in Graz“ die Aufforderung in Zukunft bei der Gestaltung von Werbemaßnahmen sensibler vorzugehen aus.


Begründung:

Eine Mehrheit der Werberäte und Werberätinnen ist der Auffassung, dass die beanstandete Werbemaßnahme hinsichtlich des Ethik-Kodex der Werbewirtschaft, konkret Artikel 1.1 Allgemeine Werbegrundsätze, 1.2 Ethik und Moral, sowie 2.1 Geschlechterdiskriminierende Werbung nicht sensibel genug gestaltet wurde.
Es besteht jedoch bei der Werbung ein starker Zusammenhang zwischen der dargestellten Szene und dem beworbenen Produkt.
Des Weiteren ist die Darstellung weder vulgär noch anrüchig und wird daher von einer Vielzahl der Werberäte und Werberätinnen nicht als Verstoß gegen den Ethik-Kodex gesehen.

Kritisiert wird, dass die abgebildete Frau als Blickfang dient und dieser Umstand gemäß Ethik-Kodex Artikel 2.1 geschlechterdiskriminierend ist.

Im Gegensatz zur bildlichen Darstellung ist der Werbeslogan „Sie wollen mehr sehen“ kritisch zu betrachten, da dieser eine zweideutige Anspielung ist und falsche Vermutungen auf das beworbene Produkt entstehen lässt.

Durch das Zusammenspiel aus Bild und Slogan empfehlen die Werberäte und Werberätinnen den sensibleren Umgang bei künftigen Werbemaßnahmen, im Speziellen entsprechend der nachfolgenden Kodex-Punkte:

1.1. Allgemeine Werbegrundsätze
1. Werbung soll vom Grundsatz sozialer Verantwortung geprägt sein, insbesondere gegenüber Kindern und Jugendlichen vor dem vollendeten 18. Lebensjahr.

4. Werbung darf nicht gegen die allgemein anerkannten guten Sitten verstoßen.
1.2 Ethik und Moral
Werbung trägt soziale Verantwortung.
1.2.1 Werbung hat die menschliche Würde und Unversehrtheit der Person zu achten und darf diese nicht verletzten.

2.1 Geschlechterdiskriminierende Werbung

2.1.1. Geschlechterdiskriminierende Werbung (sexistische Werbung) liegt insbesondere vor, wenn,
b) die Gleichwertigkeit der Geschlechter in Frage gestellt wird;


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