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Tantum Verde TV-Spot untragbar

22.02.2017


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In letzter Zeit wird wieder der diskriminierende Spot zu Tantum Verde im TV gesendet, bei dem der Vater für die Verwüstung der Wohnung verantwortlich gemacht wird, weil die Mutter krank ist.


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Entscheidung:
Der Österreichische Werberat sieht im Falle der beanstandeten Werbemaßnahme des Unternehmens Tantum Verde keinen Grund zum Einschreiten.

Begründung:
Die eindeutige Mehrheit der Werberäte und Werberätinnen erkannte keine Verletzungen des Ethik-Kodex der Werbewirtschaft.
Im angesprochenen Werbemittel für Tantum Verde werden Geschlechterstereotype bewusst eingesetzt. Das häusliche „Drama“ sowie die Überforderung des Mannes sind deutlich überzeichnet und mit Humor dargestellt.
Die in den Beschwerden skizzierte Verwüstung bzw. Zerstörung wurde nicht erkannt, vielmehr wird ein chaotisches Familienleben dargestellt. Eine Situation, die nicht notwendigerweise mit einer geschlechtermäßigen "Unfähigkeit" zu tun hat, sondern mit einer Art der Überforderung, die ungeachtet der Rollenverteilung in einer Familie eintreten kann, wenn ein Elternteil krankheitsbedingt ausfällt. Positiv zu bewerten ist, dass das traditionelle Rollenbild durchbrochen wird und aufgrund der deutlichen Überzeichnung die Diskriminierung der Vaterrolle nicht erkennbar ist.


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