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Beschwerde über eine Werbung

12.01.2017


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Sehr geehrte Damen und Herren,
die MC Donalds Reklame die derzeit in Wien affichiert ist verwendet den Begriff „dealen“ (Mittags dealen) als wäre es ein großer Gewinn mittags zu dealen.
Da dieser Begriff in Wien fast ausschließlich für illegalen Drogenhandel verwendet wird ist das meiner Meinung eine grobe Verfehlung und ich ersuche Sie wenn es in Ihrer Macht steht dazu beizutragen, dass diese Werbung so bald wie möglich entfernt wird.
Eine Verharmlosung von gesetzlichen Strafbeständen ist möglicherweise sogar strafrechtlich relevant. Daher ersuche ich Sie das auch an die zuständigen Stellen für eine etwaige Strafverfolgung weiterzugeben.Herzliche Grüße.


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Entscheidung:
Der Österreichische Werberat sieht im Falle der beanstandeten Werbemaßnahme „Mc Deal“ des Unternehmens Mc Donalds keinen Grund zum Einschreiten.

Begründung:
Die eindeutige Mehrheit der Werberäte und Werberätinnen erkannte keine Verletzungen des Ethik-Kodex der Werbewirtschaft.

Der Begriff "Deal" ist mittlerweile Bestandteil des allgemeinen Sprachgebrauches in Österreich im Sinne von „Geschäfte machen“ oder auch für die Beschreibung günstiger Angebote. So kommt „dealen“ als Synonym für „handeln“ zum Einsatz, wird in der politischen Sprache verwendet (New Deal) und ist im allgemeinen Wortgebrauch durchaus positiv besetzt – „Ich habe einen guten Deal gemacht".

Demnach konnte angegebene Beschwerdegrund, dass „dieser Begriff in Wien fast ausschließlich für illegalen Drogenhandel verwendet wird“, konnte vom Entscheidungsgremium nicht nachvollzogen werden.

In der beanstandeten Werbemaßnahme wurde der Begriff „Dealen“ im Zusammenhang für „ein gutes Geschäfts abgeschlossen zu haben“ verwendet. Die Auflösung dazu wird eindeutig im Werbeslogan wiedergegeben – nämlich der Burger-Deal um € 2.


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